Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von einem nassen Schwamm direkt nach dem Braten. Das Wasser im Schwamm verdampft auf der heißen Platte, und die Fettspritzer werden nicht nur größer, sondern auch feiner und flächiger. Noch problematischer wird es, wenn man versucht, mit einem Sprühreiniger nachzuhelfen. Viele dieser Reiniger enthalten Wasser und Tenside, die das Fett zwar binden, aber bei heißer Oberfläche sofort verdampfen. Die Folge: eine klebrige Schicht, die sich über den gesamten Herd zieht.
Bei Polstern mit abnehmbarem Bezug ist Waschen laut Pflegeetikett die sicherste Lösung. Bei festen Sitzen hilft eine Mischung aus lauwarmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel, aufgeschäumt und mit einem Schwamm in kleinen Kreisen eingearbeitet. Danach mit einem feuchten Tuch abnehmen und trocken tupfen. Ein Haartrockner auf niedriger Stufe beschleunigt das Trocknen, aber nur mit Abstand und ohne Hitze direkt auf den Stoff. Wer zu viel Wasser verwendet, riskiert, dass die Feuchtigkeit in den Schaumstoff läuft und dort zu Schimmel führt.
Ein häufiger Fehler ist das Absaugen mit voller Leistung auf empfindlichen Stoffen. Das führt zu Fusseln, Verformungen und manchmal zu sichtbaren Druckstellen. Ein weiterer Fehler: nur die Sitzfläche saugen und die Rückseite sowie die Unterseite vergessen. Gerade dort sammeln sich Staub und Milben. Wer ein Möbelstück mit abnehmbaren Bezügen besitzt, sollte prüfen, ob diese waschbar sind – dann ersetzt eine Wäsche nach Herstellerangabe das Absaugen nicht, ergänzt es aber sinnvoll.
Warum der Bezug der Feder folgt, nicht umgekehrt Ein Federkern arbeitet wie ein Netz aus einzelnen Federn, die über Drähte oder Taschen miteinander verbunden sind. Jede Feder hält ihren Teil des Bezugs unter Spannung. Bricht eine Feder, verliert dieser Abschnitt seinen Halt. Die benachbarten Federn tragen nun mehr Last, der Bezug wird dorthin gezogen, wo noch Spannung herrscht. Deshalb sieht man zuerst eine schräge Falte oder eine Mulde, nicht den Bruch selbst. Ein typischer Fehler ist, den Bezug nachzuspannen oder neu zu tackern. Das hält nur wenige Tage, weil die Ursache unter dem Stoff liegt.
Nach dem Austausch prüft man die Spannung, indem man mit der flachen Hand über die Fläche streicht. Keine Stelle darf nachgeben oder höher stehen als die Umgebung. Erst dann wird der Bezug wieder befestigt, gleichmäßig von der Mitte nach außen. Ein häufiger Fehler ist, zuerst die Ecken zu tackern. Dadurch entstehen Wellen, die später wie ein gebrochener Kern aussehen, obwohl alles in Ordnung ist. Wer diese Reihenfolge einhält, verhindert, dass der Bezug erneut mitgezogen wird.
Das Ausspülen ist der Schritt, der am häufigsten falsch gemacht wird. Viele spülen nur kurz unter kaltem Wasser ab und wundern sich, dass nach dem Trocknen ein grauer Rand bleibt. Besser ist lauwarmes Wasser, weil es die Seifenreste vollständiger entfernt. Bei kleinen Textilien die Stelle unter fließendem Wasser ausspülen, bei großen Teilen in einer Schüssel mit klarem Wasser mehrfach spülen. Wer die Gallseife vor dem eigentlichen Waschgang aufträgt, sollte den Stoff danach normal waschen. Die Seife ersetzt nicht das Waschmittel, sie bereitet den Fleck nur vor.
Leder ist ein Naturmaterial, das Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Die Naht hält dem nur bis zu einem bestimmten Punkt stand. Wird zu viel Wasser verwendet, saugt sich das Leder voll, quillt auf und übt Zug auf die Fäden aus. Gleichzeitig weicht der Faden auf, verliert an Reißfestigkeit und die Nahtlöcher erweitern sich. Beim Trocknen zieht sich das Leder zusammen, die Fäden können diese Bewegung nicht mitmachen und reißen oder schneiden sich durch das Material. Genau deshalb sprengt zu viel Wasser die Naht – nicht durch die Nässe allein, sondern durch die Kombination aus Quellen, Aufweichen und anschließendem Schrumpfen.
Ein umgekippter Becher Saft oder ein tropfendes Honigglas hinterlässt auf der Sitzfläche mehr als nur einen Fleck. Die Flüssigkeit zieht in Polster, Nähte und Schaumstoff ein, und was zunächst harmlos wirkt, wird nach Stunden klebrig, zieht Staub an und riecht mit der Zeit säuerlich. Wer sofort reagiert, rettet den Bezug. Wer wartet, kämpft später gegen einen zähen Film, der sich immer wieder neu bildet.
Um die Ursache zu finden, dreht man das Möbelstück um oder öffnet den Unterbezug. Mit einer Hand tastet man die Federn ab: Eine gebrochene Feder fühlt sich wie ein loser Draht an, der sich seitlich wegdrücken lässt. Oft klappert sie leicht, wenn man auf das Polster drückt. Bei Taschenfederkernen zeigt sich der Bruch als harter Knoten in einer sonst weichen Reihe. Wichtig ist, nicht nur die offensichtliche Stelle zu prüfen. Eine gebrochene Feder zieht Nachbarn mit, deshalb kontrolliert man mindestens zwei Reihen in beide Richtungen.
Zuerst wird die Flüssigkeit abgetragen, nicht eingerieben. Mit einem sauberen, trockenen Tuch tupfen, nicht wischen. Bei Saft zuerst mit lauwarmem Wasser und einem Spritzer neutralem Spülmittel arbeiten, weil die Zuckerreste sonst im Gewebe bleiben. Honig ist zäher: Er lässt sich mit einem Löffel oder einer stumpfen Kante vorsichtig abschaben, bevor Feuchtigkeit ins Spiel kommt. Warmes Wasser löst Honig schneller, darf aber nicht in großen Mengen auf den Bezug gegossen werden.